Gemeinde Oedheim

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Geschichte & Wappen Degmarn

Geschichte Ortsteil Degmarn

Wohnen, Arbeiten, Freizeit - in der Gemeinde Oedheim lässt es sich in allen Bereichen gut leben. Denn unsere schöne Gemeinde hat viel zu bieten. Informieren Sie sich hier über die Geschichte des Orteils Degmarn.

Gemarkung Degmarn
Hauptstraße

1319

Vermachte Konrad von Neideck seiner Kirche in Dahenfeld seinen Hof in Degmaringen. 1. urkundliche Erwähnung des Ortes Degmarn.

14.-16.Jahrhundert

Neben den Herren von Weinsberg haben auch andere Adelsgeschlechter wie die von Brettach, von Berlichingen, von Gemmingen, von Neudeck, das Kloster Schöntal und die Deutschordens Kommende Heilbronn Besitzungen in Degmarn.

15. Jahrhundert

Bis ins 19. Jahrhundert gab es am Degmarner Kocherufer eine Mühle.

1492

Martin von Sickingen verkauft seinen ererbten Hof in Degmarn mit über 200 Morgen an den Deutschordens Kommende Heilbronn.

ca. ab 1493

Ist die Deutschordens Kommende Heilbronn im Besitz der gesamten Ortsherrschaft.

1524

In einem Urbar der Deutschordens Kommende Heilbronn werden die gesamten deutschordischen Rechte, Gefälle und Besitzungen in Degmarn beschrieben.

1670

Degmarn hat 200 Einwohner.

1725

Die Degmarner St. Pankratiuskirche wird geweiht. Bis zu ihrer Zerstörung im II. Weltkrieg galt sie als eine der schönsten barocken Dorfkirchen im Unterland.

1791

Das seither nach Oedheim eingepfarrte Degmarn erhält eine eigene Pfarrei.

1792

Das 1764 erstellte Schulhaus wird für die neue Pfarrei als Pfarrhaus umgebaut. Neues Schulhaus wird das alte Rathaus.

1798

Verwaltungsreform im Deutschen Orden. Die Ballei Franken wird aufgelöst. Degmarn gehört nun zusammen mit der Kommende Heilbronn zum neu gebildeten Neckaroberamt.

1804

Wird in Degmarn der spätere Direktor des Wilhelmstifts Franz Josef von Schott geboren.

1806

Die Deutschordens Kommende Heilbronn fällt mit anderen Gebieten des Deutschen Ordens an das Königreich Württemberg und Degmarn wird württembergisch.

1821

Für die katholischen Einwohner der neuwürttembergischen Länder wird das Bistum Rottenburg neu gegründet. Auch die Degmarner St. Pankratius Kirchengemeinde, die bisher der Diözese Würzburg angehörte, gehört nun zu diesem Bistum.

1825

Nach einem im Jahr zuvor aufgetretenen starken Hochwasser war die kurz zuvor renovierte Degmarner Mühle so zerstört, dass sie auf Abbruch verkauft wurde.

1842

Wird in Degmarn an der heutigen Oedheimer Straße ein neues Rathaus im Barockstil eingeweiht. Dieses wurde im II. Weltkrieg vollkommen zerstört und an dieser Stelle nicht wieder aufgebaut.

1855

Der Friedhof wird anstatt des seitherigen Kirchhofs außerhalb des Ortsetters eingeweiht.

1874

Im Plattenwald werden die Kreuzwegstationen errichtet.

1880

Als weiteres Zeichen der Volksfrömmigkeit werden im ortsnahen Teil des Plattenwaldes die Kapelle und die Lourdesgrotte errichtet.

1904

Bei einem Großbrand werden in der Nähe der Kirche 6 Wohnhäuser und 6 Scheunen zerstört.

1907

Die untere Kochertalbahn von Jagstfeld bis Neuenstadt, ab 1913 bis Ohrnberg, wird eröffnet und in Degmarn eine Haltestation errichtet.

1910

Vernichtet wieder ein Großbrand mehrere Scheunen.

1911

Degmarn wird an das elektrische Leitungsnetz angeschlossen.

1914-1918

Der I. Weltkrieg forderte 9 Degmarner Opfer.

1921

Degmarn, das zuvor aus 2 laufenden und aus 11 Pumpbrunnen versorgt wurde, wird durch ein eigenes Wasserleitungsnetz versorgt.

1928

Einweihung der neuen Turnhalle.

1939 - 1945

Im II. Weltkrieg fielen 21 Degmarner an den verschiedenen Fronten, 12 gelten bis heute als vermisst.

1945

Am 5. und 8. April wurde durch Artilleriebeschuss und Fliegerangriffe der Ort bis zu 80% zerstört. Von 72 Wohngebäuden wurden 39 komplett zerstört, darunter das Rathaus. Von 71 Scheunen und Stallungen wurden 69 zerstört. Kirche, Schulhaus, Backhaus wurden stark beschädigt.14 Einwohner verstarben.

1952

Der Südweststaat wird durch Zusammenschluss der Länder Württemberg-Baden, Baden und Württemberg-Hohenzollern gegründet; Degmarn ist jetzt Teil von Baden-Württemberg. Das neue Schulhaus wird eingeweiht.

1957

Unter dem damaligen Bürgermeister und späteren einzigen Degmarner Ehrenbürger August Horch wird das neu erbaute Rathaus eingeweiht.

1961

Der St. Martin Kindergarten wird eingeweiht.

1965-1970

Erschließung der Baugebiete Waldstraße und Zaungärtle.

1971

Im Rahmen der baden-württembergischen Gemeinde Gebietsreform schließen sich Oedheim und Degmarn zur Gemeinde Oedheim zusammen.

1973/1974

Erweiterung des Friedhofgeländes und Bau einer Aussegnungshalle.

1974

Bau der Mehrzweckhalle.

1981

Erweiterung und Neubau der Sportanlagen.

1982

Neubau von Sportgaststätten in Degmarn. In Degmarn wird das Backhäusle renoviert.

1985

Das Baugebiet "Hofäcker I" in Degmarn wird realisiert, ebenso wie der Anschluss Degmarns an die Kläranlage auf der anderen Seite des Kochers in Neuenstadt-Stein. Bau der Gemeindeverbindungstrasse nach Oedheim. 

1987

Erschließung Baugebiet Hofäcker II.

1993

Einstellung des Eisenbahnverkehrs von Jagstfeld nach Ohrnberg.

2003

Erschließung Baugebiet Hofäcker III. Umgestaltung des Rathausplatzes und Aufstellen eines Ortsbrunnens an der Brunnensteige.

2004

Verbesserung der Wasserversorgung durch Bau eines Behälters.

2011/2012

Sanierung der Mehrzweckhalle.

2012

Ausbau der Breitbandversorgung Degmarn durch die Telekom. Umbau des Kindergarten St. Martin in eine Kindertageseinrichtung.

2013

Erschließung des Baugebietes Hofäcker IV. Eröffnung der Kindertageseinrichtung St. Martin mit einer Krippeund einem Kindergarten am 23.09.2013.

Das Degmarner Wappen

Degmarner Wappen

Im Gegensatz zu Oedheim, das schon seit dem Jahr 1600 ein eigenes Wappen besaß, lässt sich ein eigenständiges Wappen von Degmarn erst seit dem frühen 19. Jahrhundert belegen. Durch die unter König Wilhelm I. 1819 erlassene Verfassung des Königreichs Württemberg wurde in den württembergischen Gemeinden die kommunale Selbstverwaltung eingeführt, damit wurde es auch notwendig, ein eigenes Gemeindesiegel und somit auch ein Ortswappen zu schaffen. Für Degmarn ist laut dem Heilbronner Wappenbuch erstmals 1914 ein Siegel des Schultheißenamtes nachgewiesen, "das aber nach stilistischen Merkmalen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen dürfte“. Dieses enthielt bereits 2 Fische, die allerdings - anders als heute - vertikal angeordnet waren (heraldisch heißt das: "zwei pfahlweise gestellte, voneinander abgewendete Fische)". In einem Schreiben der Archivdirektion Stuttgart vom 23.7.1954 wird das Wappen der Gemeinde Degmarn folgendermaßen beschrieben: In Schwarz zwei liegende, von einander abgekehrte silberne Fische. (Der obere Fisch blickt nach heraldisch rechts, der unter nach heraldisch links). Dieses Wappen wird nachweislich seit Mitte der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts in der jetzigen Gestalt gebraucht. 

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