
Die Wohngemeinde Oedheim

Die Gemeinde Oedheim befindet sich zusammen mit dem Ortsteil Degmarn im nördlichen Teil des Landkreises Heilbronn. Die Gemeinde hat sich in den letzten Jahrzehnten von einem rein landwirtschaftlich geprägten Dorf zu einer modernen und attraktiven Wohngemeinde mit hohem Freizeitwert und einem aktiven Vereinsleben entwickelt. Entscheidende Faktoren waren und sind die sehr gute Anbindung an das Autobahnnetz (Anschlussstelle Neckarsulm A6 rd. 12 km, Anschlussstelle Neuenstadt a. K. A81 rd. 8 km) und die unmittelbare Nähe zur Großstadt Heilbronn. Die Stadt Heilbronn ist mit ihren mehr als 100.000 Einwohnern zugleich Oberzentrum der Region. Heilbronn ist von Oedheim aus mit dem Pkw in rund 10 Minuten zu erreichen. Gerade dieser Gegensatz aus beschaulicher, ländlicher Idylle und dem geschäftigen und kulturellen Treiben einer modernen Großstadt machen den Wohn- und Freizeitwert der Gemeinde Oedheim aus.
Zur Verbesserung der Wohnqualität, gerade im alten Ortskern, wurde in den letzten 10 Jahren die Ortskernsanierung zusammen mit der Straßenraumumgestaltung mit Nachdruck betrieben. Städtebauliche Akzente konnten dabei auch durch die Sanierung und den Umbau des historischen Fachwerkrathauses sowie die Neugestaltung des Marktplatzes gesetzt werden. Das für die Gemeinde jedoch größte Bauvorhaben, die Kultur- und Festhalle "Kochana" mit ihren rund 450 Sitzplätzen konnte im Oktober 1997 fertig gestellt werden.
Oedheim besitzt nicht zuletzt durch diese Baumaßnahmen eine für die Gemeindegröße nicht übliche Infrastruktur. Beispielhaft seien weiter genannt die Großsporthalle mit Sportanlagen und das Hallenbad im Sportzentrum "Obere Lachen". Ebenso die Mehrzweckhalle mit Sportanlagen im Ortsteil Degmarn. Auch das Schulangebot ist unserer Gemeindegröße angemessen. Die Kochertalschule ist eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule, so dass die Schülerinnen und Schüler aus Oedheim die Möglichkeit haben die Mittlere Reife abzulegen. Die weiterführenden und beruflichen Schulen finden sich in unmittelbarer Nachbarschaft in den Städten Bad Friedrichshall und Neckarsulm. Neckarsulm ist nicht nur als Schulstandort für die Gemeinde Oedheim attraktiv. Dort befindet sich neben Ingolstadt der zweite große Firmenstandort der AUDI AG. Derzeit werden dort die Modelle A8 und A6 produziert und hergestellt. Die AUDI AG stellt damit den größten Arbeitgeber unserer Region, auch für die Bewohner aus Oedheim, dar. Nicht unerwähnt bleiben soll auch die Fa. Kolben Schmidt AG, ebenfalls in Neckarsulm ansässig, einer der größten Zulieferer im Automobilbereich.

Die Gemeinde Oedheim befindet sich in direkter Nachbarschaft zu wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen und profitiert damit als Wohngemeinde von einem starken Wirtschaftsraum. Niedergeschlagen hat sich dies insbesondere in einem sehr starken Einwohnerzuwachs, auf den die Gemeinde in den letzten Jahren mit der Erschließung von neuen Wohnbaugebieten reagiert hat.
Die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung sind in Oedheim vielfältig und attraktiv. So lädt auch der Veranstaltungskalender das ganze Jahr über zu Unterhaltung und Vereinsfesten ein. Die Volkshochschule bietet interessante Seminare und ein reichhaltiges kulturelles Programm an. Daneben befinden sich in Oedheim ein Fitness-Center, ein Schützenheim und ein Segelfluggelände im Kochertal. Aber auch die Anhänger von Camping- und Badefreuden kommen in Oedheim auf ihre Kosten. Hier eröffnet das Freizeitzentrum Hirschfeldpark mit seinen Naturseen vielfältige Möglichkeiten.
Die Gemeinde Oedheim besteht aus den Ortsteilen Oedheim und Degmarn, dem Weiler Falkenstein, den Hofgütern Willenbach und Lautenbach, sowie dem Grollenhof.
Ortsteil Degmarn
Der Ortteil Degmarn hat sich von einer durch die Landwirtschaft geprägten Teilgemeinde, zu einer Wohngemeinde entwickelt. Der Haupterwerbszweig der Landwirtschaft ist heute der Anbau von Sonderkulturen, wie Salat, Gurken, Zuchini. Die Bevölkerung ist heute nur noch zu einem geringen Teil in der Landwirtschaft beschäftigt, der größte Teil der Bevölkerung ist in Betrieben der Region erwerbstätig. So hat sich der Ortsteil im Laufe der Zeit zu einer Wohngemeinde entwickelt.
Das Vereinsleben wird hauptsächlich vom TSV Degmarn in verschiedenen Sparten gestaltet. In der Sparte Inliner Sport konnten Vereinsmitglieder verschiedene Deutsche Meistertitel erringen. Im Handballsport wurde eine Spielgemeinschaft Degmarn-Oedheim gegründet. Mannschaften spielen in der Ober- Landes- Bezirks- und Kreisliga.
Falkensteiner Hof
Seit 1847 wird dieser Gutshof, der früher den Namen "Ritterhof" und später den Namen "Neuhof" trug, mit "Falkensteiner Hof" bezeichnet. Er war arrondierter Besitz mit eigener Markung. Großenteils stehen heute noch die Grenzsteine mit dem Zeichen "F" und markieren die einstige Markung Falkenstein. Durch Verkauf und Teilung kam das Gut in das Eigentum der heute bewirtschaftenden Landwirte.Auf dem "Falkensteiner Hof" wurde in den Jahren 1823 - 26 der erste deutsche Sekt nach dem Champagnerverfahren von Georg Christian Kessler hergestellt, dem Begründer der ältesten deutschen Sektkellerei. An der südlichen Markungsgrenze Richtung Neckarsulm befinden sich die anderen Oedheimer Weinlagen Hofgereuth, Seeberg, Neugereuth und Lautenbacher Berg mit zusammen ca. 40 Hektar, deren Weine unter der Einzellagenbezeichnung "Kayberg" vermarktet werden.
Der Grollenhof
An der badischen Grenze, gegenüber dem Buchhof, liegt der Grollenhof. Er hieß früher auch "Klein Buchen" oder "Das kleine Buchlehen". Der Name erinnert an die dort bestehenden Weiler "Klein-Buch" und "Oberbuch". "Klein-Buch" muß schon früh eingegangen sein; später entstand auf dem Gebiet der Ritterhof Falkenstein. Der ehemalige Weiler Oberbuch heißt heute Buchhof und liegt auf der badischen Seite. Der jetzige Name "Grollenhof" weist auf einen früheren Besitzer, namens Groll. Schon im 18. Jahrhundert gehörte der Hof zur Falkensteiner Markung und kam mit dieser 1846 zum Gemeindeverband Oedheim.
Der Willenbacher Hof
Nordwestlich von Oedheim, auf der Höhe zwischen Kocher und Jagst, liegt Willenbach, ein Hofgut der Freiherren Capler von Oedheim. Ursprünglich war in diesem Gebiet, an der Kreuzung des Willenbachs mit der Landstraße nach Heuchlingen, ein römischer Gutshof. Die Grundmauern desselben sind heute noch gut erkennbar. Nach der Landnahme durch die Germanen entstand unweit davon ein kleiner Weiher mit dem Namen Willenheim, später Willenbach genannt. Noch im 10. Jahrhundert soll diese Siedlung bestanden haben. Von hier aus erfolgte die Besiedelung links des Kochers, es entstand Oedheim. Willenbach war also die Muttergemeinde Oedheims.
Der Lautenbacher Hof
Im südöstlicher Richtung von Oedheim liegt in parkartiges Gelände eingebettet, der Lautenbacher Hof. Den Namen erhielt er von dem vorbeifließenden Lautenbach. Bald wird dieser Name abgeleitet von "luter" = lauterer, heller Bach, bald von "lutum" = schlammiger Bach. Der Hof umfaßt 250 ha und zählt seit 1851 zum Gemeindeverband Oedheim.